Was ist Radiästhesie?

Radiästhesie ist die Lehre vom Erspüren von Strahlungen, der traditionellen Arbeit eines Rutengängers. Sie ist ein Teil der Geomantie, wörtlich übersetzt „Wahrsagen über die Erde“, einer der sieben hohen Wissenschaften des Mittelalters.

Die Baumeister früherer Epochen haben beim Bau von Kirchen und Klöstern, Wehrtürmen und Brunnen das Wissen um positive und negative Strahlungen eingesetzt.

Als Werkzeug dienen seit alters her Ruten, meistens V-förmige, spiralig gedrehte oder stabförmige Antennen aus verschiedenen Materialien, die eine körperliche Wahrnehmung erleichtern und präzisieren. Moderne Radiästheten benutzen weiterentwickelte, sehr genaue und auf Länge und Qualität der jeweiligen Arbeitswellenlänge einstellbare Antennen, die nach physikalischen Gesetzen reagieren.

Die zu spürenden Strahlungen sind überwiegend elektro-magnetische Wellen, sie können aus dem Kosmos, aus tieferen Erdschichten, von früherer Besiedelung stammen, von Wasseradern verursacht sein, aber auch von technischen Geräten, von Baumaterialien, Kunststoffe, Farben, energetisch angeregten Metallen und vielem anderen herrühren und das Wohnumfeld des Menschen beeinflussen.

Das wichtigste Aufgabengebiet des modernen Rutengängers ist das Auffinden der Störfaktoren, die das Wohlbefinden des Menschen im engeren Wohnbereich oder am Arbeitsplatz beeinträchtigen und oft unerkannte Ursachen für Krankheiten sind. Der Rutengänger unterstützt dabei die Arbeit des Arztes oder Heilpraktikers durch Hinweise auf energetische Belastungen.

Ebenso aber werden radiästhetische Kenntnisse bei Bauvorhaben gebraucht, zur Gestaltung gesunder Wohn- und Lebensräume auch im Außenbereich und zur Auffindung historischer Siedlungsstätten.

Rutengehen ist keine Geheimwissenschaft. Das Fühlen von nicht sichtbaren Energien mit oder ohne Hilfsmittel ist eine Fähigkeit, die fast alle Menschen lernen können.

 

Text: I. Rooßinck

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